Fotoworkshop im französischen Jura

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Vom  31.05. – 02.06.19 unternahmen Mitglieder des Fotoclubs Tele Freisen und des Photoclubs de Mutzig einen gemeinsamen Workshop im französischen Jura. Die Organisation des Workshops vom 31.05. – 02.06.19, der Natur und Architektur zum Gegenstand hatte, lag in den Händen der französischen Fotofreunden. Nach der Anreise war der gesamte Nachmittag der königlichen Saline in Arc-et-Senans gewidmet. Diese ist seit 1982 Weltkulturerbe und war als Manufaktur zur Salzgewinnung 1779 fertiggestellt worden. Am späten Nachmittag wurde dann in Arbois das Hotel bezogen. Der nächste Tag begann nach dem Frühstück mit einer etwa 2 – stündige Wanderung entlang des Flüsschen Cuisance, die schließlich ins Städtchen Arbois führte, wo einige Stromschnellen ebenfalls beste Motive boten. Beim Bummel durch das Städtchen, in dem Louis Pasteur den größten Teil seiner Kindheit verbrachte, boten die pittoresken Straßen, Gebäude und Häuser sowie zahlreichen Weinverkaufsstellen der Winzer den Fotografen weitere zahlreiche Motive. Eine Spezialität der Region ist der Vin Jaune (Gelbe Wein) aus der Savagnin-Rebe, der im Geschmack an einen trockenen Sherry erinnert und 50 Jahre und länger lagerfähig ist. Nach der Vergärung muss dieser Wein noch mindestens sechs Jahre und drei Monate in einem Barriquefass liegen. In dieser Reifezeit verdunsten bis zu 40 % des Weines. Diese lange Reifezeit erklärt auch den hohen Preis des Weines, der bei ca. 30 Euro pro Flasche (620 ml) für den jüngsten Jahrgang liegt. Am Nachmittag wurde zunächst die Tropfsteinhöhle „Grottes des Moidons“ besichtigt, die mit ihren weiten Hallen, imposanten Stalagmiten und Stalaktiten bei eingeschränkten Lichtverhältnissen eine Herausforderung für die Fotografen war.

Danach ging es zur kleinen Quelle der Cuisance, die mit ihrem markanten Wasserfall „Cascade des Tufs“ und zahlreichen Sinterstufen aus Tuffstein inmitten eines Naturschutzgebietes das Herz jedes Naturfotografen höherschlagen ließ. Es gibt auch noch die große Quelle.

Am Morgen des dritten und letzten Tages ging es nach Salines-les- Bains, wo die Saline besichtigt wurde, die 2009 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden war. Neben den Produktionshallen mit den Salzpfannen boten die unterirdischen Stollen zur Gewinnung der Sole aus dem 13. Jahrhundert, die mit ihren romanischen Bögen vollständig erhalten sind,  tolle Motive zum Fotografieren, ebenso die untertägigen technischen Einrichtungen wie die Pumpe, die Abwassersysteme von salzigem Wasser (Sole) und von Süßwasser zum Antrieb der Pumpe.  In den riesigen Pfannen kochte man die Sole 12–18 Stunden lang, bis das Wasser verdampft war und das Salz zum Trocknen zu Ballen geformt werden konnte. Da die Holzvorräte um Salines-les-Bains zum Befeuern der Pfannen knapp

wurden, wurde bis 1779 inmitten eines riesigen Waldgebietes die königliche Saline in Arc-et-Senans errichtet. Dorthin wurde dann ein Teil der Sole aus Salines-les-Bains in einer etwa 21 km langen hölzernen Leitung gepumpt und eingedampft.

Die große Saline war eine Stadt in der Stadt Salins-les-Bains, mit eigener Stadtmauer, eigenen Wohngebäuden, eigener Gerichtsbarkeit und Verwaltung sowie einer eigenen Kirche. 1962 wurde die urkundlich erstmals 523 erwähnte Saline geschlossen.

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